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Theaterprojekt „Tube“ – Komasaufen – NT

13. November 2015

tubeBereits zum zweiten Mal arbeitet die Agentur „Kunstdünger“ mit Sulzbach-Rosenberger Realschülern an einem ernsten Thema. Nach Sozialen Berufen geht es beim jüngsten Theaterprojekt ums Komasaufen.

Die Problematik Komatrinken führt in eine Art Geisterbahn. Die Schüler Lucy Schmidt, Franziska Alex, Elisa Prösl, Jana Jungmann, Jennifer Frank, Alina Lutter, Vinzenz Stemp und Andreas Heldmann zeigten einen feucht-fröhlichen Partyabend in sechs Szenen. „Tube“ – zu deutsch Tunnel – lautet der Name des Stückes, das Bühnen-Experte Jean-Francois Drozak und Schüler selbst erarbeiteten.

Nach jedem Abschnitt wurde das Publikum ab der siebten Jahrgangsstufe dazu angeregt, darüber nachzudenken, wie sie sich in der jeweiligen Situation verhalten würden. „Was würdest du jetzt tun?“, fragte Drozak einige der Zuschauer ganz direkt.

Rote oder gelbe Karte

Mit einer roten Karte signalisierte man, dass man nun selbst aufhören würde, Alkohol zu trinken. Die gelbe Karte stand dafür, jemand anderen zum Aufhören zu bewegen.

Die paar Bier und etwas Schnaps aus der ersten Szene, in der die Feier beginnt, stellte für die wenigsten einen Grund dar, aus dem Gruppenbesäufnis auszusteigen. Ein Trinkspiel später sind einige sind einige der Partygäste schon deutlich alkoholisierter. Einige aus dem Publikum würden jetzt aussteigen. Andere entscheiden sich für die gelbe Karte. Auf Drozaks Frage, was einer jungen Frau in solch einem alkoholisierten Zustand passieren kann, antworten die Schüler schnell mit „Belästigung“ oder „Vergewaltigung“.

Entscheidend sei, so der Theaterpädagoge, sich darüber im Klaren zu sein, dass man durch zu viel Alkohol die Kontrolle über den eigenen Körper abgebe. Weiter geht die Fahrt in der „Geisterbahn“: Und das Niveau auf der Feier sinkt von Szene zu Szene, bis sich der Spaß schließlich in bitteren Ernst verkehrt. Zum Schluss droht eines der betrunkenen Mädchen nicht mehr aufzuwachen.

Die Atmosphäre ist angespannt, das Stück zu Ende.  Es gibt einiges zu verdauen, daher arbeiteten die Schüler das Thema mit ihrer Lehrkraft auf.

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