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Fiktive Talkshow mit echten Gästen – AW

15. Juni 2018

Druckerschwärze 1
Aurich. Die Bedeutung von Tageszeitungen und Medien für die demokratische Kultur zu betonen, war eines der Ziele – und so entstand unter anderem eine fiktive Talkshow mit echten Gästen: 15 Schüler des zwölften Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Aurich-West (IGS) nahmen an der Projektwoche „Druckerschwärze“ teil. Das Projekt wird von Bundesamt für Migration und Flüchtlings finanziert.

Die Schüler hatten vier Tage lang in zwei Gruppen recherchiert, geplant, geschrieben und geprobt. Herausgekommen sind dabei neben der szenischen Talkshow drei Zeitungsartikel und eine Radiosendung. Die Sendung kann demnächst bei Radio Ostfriesland gehört werden.

Die Talkshow wurde nun mit einem ersten öffentlichen Auftritt im Forum der IGS vorgestellt.

Rund 25 Zuschauer waren gekommen. In der grundsätzlich fiktiven Show ging es darum, verschiedene Personen, die in der Region in der Arbeit mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen tätig sind, zu interviewen. Dabei spielten die Schüler in zahlreichen Szenen Alltagssituationen ein, wie sie bei Fernseh- Talk- Shows üblicherweise in filmischen „Einspielern“ präsentiert werden. Da ging es dann etwa um eine Szene im Mehrgenerationenhaus oder im Jugendzentrum.  Oder es wurde gezeigt, wie eine Familie mit zwei pubertierenden Töchtern einen Zelturlaub verbringt, der nicht alle Familienmitglieder gleichermaßen zufrieden stellt.

Zwischen den Szenen wurden insgesamt vier Personen auf dem Interview-Podium befragt – die waren allerdings echt und wurden nicht gespielt. Mit dabei waren Malte Bruns , der bei der Kreisvolkshochschule Norden für die Freiwilligenarbeit tätig ist, Anne Janssen vom Mehrgenerationenhaus in Norden, der freie Journalist Bartel Pester aus Oldenburg und Nele Hohagen, die gerade ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Jugendzentrum (Juz) in Aurich absolviert. Malte Bruns zeigte sich im Interview sicher: „Bei uns würde einiges fehlen, wenn wir hier im Landkreis keine Freiwilligen mehr hätten.“ Bartel Pester plädierte in seinen Statements für einen sparsameren Lebensstil, der Zeit schaffe, sich auch ehrenamtlich zu betätigen: „Weniger Ausgaben, mehr Freizeit“, lautete seine zentrale Aussage. Nele Hohagen schließlich hatte den Hintergrund für eine beeindruckende Szene eingebracht. Es ging dabei um ein fröhliches und recht aufgekratztes Mädchen, das vor einer Mitarbeiterin im Juz  plötzlich zusammenbrach. Ihre Mutter habe ein massives Alkoholproblem, mit dem sie einfach nicht fertig würde.

Jean Francois Drozak, der Regisseur der szenischen Darstellungen, machte sowohl den Schülern als auch der Schule ein großes Kompliment: So anspruchsvolle Jugendliche vor sich zu haben, sei nicht gerade die Regel. Und auch die Schule sei gut aufgestellt und unterstütze ihre Schüler beim kritischen selbstständig werden.

Sichtlich stolz nahmen die Projektteilnehmer die Rückmeldungen auf. Marita Krützkamp , Projektbetreuerin der IGS zeigte sich sehr zufrieden: „Die Schüler haben in dieser Woche sehr viel geleistet und das professionell vorgetragen.“

Die szenische Talkshow wurde am nächsten Vormittag noch einmal vor den rund 200 Schülern des elften und zwölften Jahrgangs gezeigt. Weitere Hintergrundinformationen über das gesamte Projekt gibt es im Internet unter www.ehrenamt.druckerschwaerze.eu.

 

 

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