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Ernsthaft krank oder doch nur die Pubertät – AT

1. November 2018

icebreakerAnsbach (luh). Das pädagogische Theaterstück „Ice Breaker“ von Kulturdesigner und Sozialpädagogen Jean-Francois Drozak, welches speziell für schulen konzipiert wurde behandelt das sensible Thema Depressionen bei Jugendlichen. Der Clou: Das Stück wird von Schülern zusammen mit Drozak in nur vier Tagen einstudiert und bereits am fünften Tag in der Schule aufgeführt.

„Ice Breaker“ ist ein leises Stück, das sich dieser ernsten Thematik vorsichtig und bedächtig nähert. Ohne viel Dialoge bewegen sich die Schüler dezent und fragil auf einer auf das Wesentliche reduzierten Bühne. So erreicht das Stück eine zum Denken anregende, ästhetisch verlangsamte Handlung. Der Ansbacher Dekan, Hans Stiegler, betont, dass man  sich auch der ernsten Themen annehmen müsse, „das Leben sei ja schließlich kein Ponyhof“. Im Mittelpunkt der Inszenierung stehen mit Anna und Robert zwei Jugendliche. Beide sind etwa gleich alt, leben im selben Mehrfamilienhaus und verhalten sich zunächst ähnlich. Was anfangs nach klassischen Anzeichen der Pubertät aussieht, entwickelt sich bei Robert im Verlauf des Stückes zu einer ernstzunehmenden Krankheit. Robert leidet an einer Depression, die eine medizinische Behandlung unbedingt nach sich zieht. Deutlich wird in „Ice-Breaker“ auch, wie eine solche Erkrankung die ganze Familie belastet – von den Eltern bis zu den kleinen Geschwistern.

Das Stück regte nicht nur nach, sondern auch während der Aufführung zum Nachdenken an. So musste das Publikum und ein ausgewähltes zweiköpfiges Psychologenteam mithilfe einer Checkliste einschätzen, ob die Hauptpersonen unter depressionstypischen  Krankheitssymptom leiden. Waren fünf Punkte der Liste erfüllt, sei professionelle Hilfe dringend erforderlich.

Schulleiter Hartmund Schulund zeigte sich von der Darbietung seiner Schüler tief beeindruckt: „Ich habe mein Sakko nicht nur wegen der Wärme ausgezogen, sondern weil es sonst vor Stolz geplatzt wäre.“

 

 

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