Archiv der Kategorie: + Wahljahr 2017

24 Menschen erklären, wie sie sich Deutschland in 10 Jahren vorstellen.

+ Wahljahr 2017
»Kiezredaktion« – Jugend trifft auf Lokalmedien – RB

EllaDas Medienprojekt führte Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie erwachsene, hauptberufliche Redakteur/innen aus Nürnberger Zeitungsredaktionen zusammen. Im Rahmen kreativer Dialogformate kamen beide Gruppen ins Gespräch. Ziel war es, einen niedrigschwelligen Zugang für junge Menschen mit Migrationshintergrund zur lokalen Presse zu schaffen, sodass diese dort ihre Themen platzieren konnten. Außerdem sollten die jungen Teilnehmer/innen aus erster Hand die Funktionsprinzipien von Lokaljournalismus kennen lernen. Die Journalist/innen wiederum wurden für die Interessen der jungen Menschen sensibilisiert. Sie lernten deren Lebenswelten und die damit zusammenhängenden Themen und Ansprüche an ein Lokalmedium kennen. Eine engagierte Kerngruppe von Jugendlichen übernahm die Vorbereitung und Organisation der insgesamt 30 Veranstaltungstermine.

In den Redaktionen von Zeitungen und lokalen Medien sind Menschen mit Migrationshintergrund in der Regel unterrepräsentiert. Hinzu kommt, dass eine Auseinandersetzung mit Lokalmedien (z.B. die regelmäßige Zeitungslektüre) unter den Jüngeren nicht mehr selbstverständlich ist.  Der Kulturförderverein Nordkurve e.V. hatte sich daher mit dem Projekt »Kiezredaktion« zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit jungen Menschen – mehrheitlich mit Migrationshintergrund – in Nürnberg einen Dialog zwischen Lokalredaktionen und der Kiezöffentlichkeit anzuregen. Die Idee: Jugendliche organisieren 30 Events, bei denen Jugendliche und junge Erwachsene über ihre Anliegen und Themen mit Lokalredakteur/innen sprechen und so einen neuen und ungewöhnlichen Zugang zu den Zeitungsredaktionen kennenlernen.

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Politische Aufgüsse – Die Kiezredaktion – Infodienst

politische aufgüsse

Der klassische Weg in die Redaktionen ist die Pressemitteilung. Wer aber zukünftig junge Menschen, insbesondere mit Migrationsgeschichte, für sein Medium interessieren will, braucht neue Formate, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Der Nürnberger Kulturförderverein Nordkurve e. V., ein ›Laboratorium‹ rund um Kunst und Kommunikation, an dem viele teilhaben und mitwirken, hat mit der »Kiezredaktion« soziokulturelle Ansätze entwickelt, die Veränderungen in die Lokalredaktionen bringen sollen. Es geht in erster Linie darum, junge Leute zu erreichen, die sich in Vereinen oder Jugendverbänden nicht langfristig organisieren wollen und sich selbst nur punktuell engagieren. Im »Showroom«, einem ›zweiten Wohnzimmer im halb-öffentlichen Raum‹ im Nürnberger Künstlerviertel Gostenhof, finden jährlich 30 von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geplante und durchgeführte Kiezredaktionen statt. Es gibt zwei Dialogformate: In der umgedrehten Pressekonferenz befragen junge Leute Redakteure zu aktuellen Nürnberger Themen. Im Spannungsfeld zwischen dem Blick der Etablierten und der Lebenswelt der Zielgruppe entstehen oft lebhafte Diskussionen. Beim Speeddating haben junge Leute die Möglichkeit, Journalisten innerhalb von fünf Minuten ihre im kommunalen Kontext selbst erlebte Story zu erzählen. Sie erhalten so die Möglichkeit, am öffentlichen Dialog mitzuwirken. Danach finden Konzerte oder andere kulturelle Veranstaltungen statt.

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Jean-Francois Drozak

BilderJean-5638Meinung statt Schokolade: Im Rahmen des Politischen Adventskalenders sprachen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kamen sie in den vergangenen 23 Tagen zu Wort.

Am letzten Tag der Aktion zieht Jean-Francois Drozak, der zu der Veranstaltergruppe gehört, die Bilanz.

„Die politischen Aufgüsse 2016 waren ein voller Erfolg“ – das würde ich gerne schreiben. Aber stimmt das? Zum Teil ja. Über 700 Gäste haben sich in der nordkurve politische Statements von Bürgern angehört und konnten mitdiskutieren. Es waren viele junge Menschen dabei, was besonders erfreulich ist. Zu Wort kamen viele, die nicht jeden Tag im Rampenlicht stehen. Dabei waren die Statements oft moderat. Redner und Zuhörer waren sich immer wieder einig darüber, wie sie sich unser Land in zehn Jahren vorstellen. Doch ist das wirklich so? Ich glaube nicht. Sieben Monate vor der nächsten Bundestagswahl wünsche ich mir klare Kante. Und zwar von uns Wählern. Dazu gehört eine konstruktive Streitkultur. Man wird dem um sich greifenden Populismus sicherlich nicht mit einer Weichspülrhetorik entgegenwirken können. Die Wahrheit entsteht im Prozess.

Doch damit es dazu kommt, muss man Ideen voneinander unterscheiden können.

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Eine Nordkurve voller Zukunftswünsche

kiezredaktionIn den Räumlichkeiten des Kulturfördervereins nordkurve (Rothenburger Straße 51a, 90492 Nürnberg) stand die NZ-Kiezredaktion ganz im Zeichen des Politischen Adventskalenders. Jeden Tag im Advent sprechen dort Bürger über ihre Vorstellung: Wie soll Deutschland in zehn Jahren aussehen? Am Freitag trafen sich Jugendliche von der Geschwister-Scholl-Realschule mit zwei NZ-Redakteurinnen. Und die jungen Menschen ließen sich so einiges einfallen, um ihre Sicht auf das zukünftige Deutschland zu präsentieren. Mit gestreiften Hemden – wie Häftlinge – und mit Schildern ausgestattet, die die Lage in Deutschland im Nationalsozialismus und die mögliche Lage im Jahr 2026 zeigten, machten die jungen Menschen deutlich, was sie auf keinen Fall in Deutschland erleben wollen: dass Menschen verfolgt und unwürdig behandelt werden, weil sie muslimischen Glaubens, homosexuell oder behindert sind. Die Schülerinnen und Schüler haben zudem Interviews geführt und Menschen dazu befragt, wie ihre Vision für Deutschland aussieht. Ihre eigenen Wünsche für die Zukunft haben die Jugendlichen auf Zettel geschrieben, die sie in der nordkurve von oben wie Flugblätter herabregnen ließen. „Wie es Sophie Scholl in der Münchner Universität gemacht hat“, sagte eine Schülerin.

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Horst Flassig

horstMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Horst Flassig (71) ist  Inhaber einer Fahrschule und Schatzmeister des CSU-Ortsverbandes St.Leonhard/Schweinau.

Der Straßenverkehr wird und soll sich in zehn Jahren ändern. Ich bin zuversichtlich und denke, dass es dann schon viele Elektroautos auf den Straßen geben wird. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge braucht aber Zeit.

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Kathrin Bauer

KathrinMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Katrin Bauer (33) arbeitet im Bereich Wissenschaftsmanagement am Max-Planck-Institut in Erlangen.

Ich wünsche mir für Deutschland in zehn Jahren, dass wir alle glücklicher sind. Das können wir mit mehr Achtsamkeit uns und unserer Umwelt gegenüber erreichen. Wir können einander wieder zuhören und uns Zeit füreinander nehmen. Wir können uns außerdem für bewussteren Konsum entscheiden, damit an die nachfolgenden Generationen denken und auf diesem Wege unser Leben entschleunigen. Deutschland in zehn Jahren hat Zeit, über Dinge nachzudenken und positive Entwicklungen zu befördern.

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Johannes Hofmann

JohannesMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Johannes Hofmann (47)  ist Maschinenbaukonstrukteur.

▸ Regierung: Ich wünsche mir einen Bundeskanzler, der Entscheidungen treffen kann. Leute wie Merkel und Kohl, die alle Probleme aussitzen, besitzen keine Führungskraft. Eine absehbare Flüchtlingskrise mit „Wir schaffen das“ abzutun, während freiwillige Helfer die Flüchtlinge versorgen, ist mehr als armselig.

▸ Steuerpolitik: Um die Kluft zwischen Arm und Reich zu schließen, benötigen wir eine Finanztransaktionssteuer. Alle Waren und Dienstleistungen sind mit Steuern belegt. Es kann nicht sein, dass die Belastungen des Staates ausschließlich von abhängig Beschäftigten, kleinen und mittleren Unternehmen getragen werden. Das Kapital stiehlt sich hier aus der Verantwortung.
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Azubis der N-ERGIE

TimMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Die Redner  sind vier Auszubildende der N-Ergie: Marietta Gensior (20), Ute Schkrohowsky (21), Philipp Gleich (21) und Tim Miski (23).

Wir beschäftigen uns mit dem Anspruch und der Wirklichkeit der Energiewende – heute und in zehn Jahren. Wir alle wissen, wie wichtig die Energiewende und der Schutz unseres Klimas für die Zukunft der Menschheit ist. Aber spätestens dann, wenn es um die eigene Bequemlichkeit geht, geraten die guten Vorsätze rasch ins Hintertreffen.

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Sami Rauscher

samiMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Sami Rauscher ist unter anderem Projektmanager bei den Neuen deutschen Medienmachern und entwickelt das „No Hate Speech Movement Deutschland“, eine Kampagne gegen Hass im Netz.

Wie Deutschland in zehn Jahren aussehen wird, entscheiden wir heute mit unserem Engagement oder unserer Lethargie. Nach den Wahlerfolgen von Rechtspopulisten können wir uns nicht mehr zurücklehnen. Wie möchte ich Deutschland in zehn Jahren sehen? Sozialer, liberaler, progressiver. Ich glaube, damit gewinnen wir alle. Es ist schon ironisch, wenn gerade Rechtspopulisten sich darüber aufregen, dass sie vom öffentlichen Diskurs ausgegrenzt würden – und dabei selbst Ausgrenzung fordern. Sie müssten doch endlich zugeben: Miteinander ist besser als Gegeneinander. Deutschland in zehn Jahren? Ein besseres, friedlicheres, gerechteres Land, in dem wir uns wohlfühlen, egal, woher wir kommen oder wohin wir wollen. Weniger „German Angst“ und mehr „American Dream“. Aber richtig!

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Peter Kuckuk

PeterMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Peter Kuckuk (68) ist Sozialpädagoge und Fotograf.

Deutschland in zehn Jahren soll mit Homosexuellen selbstverständlicher umgehen als heute. Im Moment machen wir Rückschritte: Homosexualität ist wieder zu einem Risiko in unserer Gesellschaft geworden, sie wird an den Pranger gestellt, weil die Gegner, von konservativen Christen über die „besorgten Eltern“ bis hin zu militanten Rechten, erstarken. Außerdem wünsche ich mir für die Zukunft, dass die jungen Menschen wieder mehr Kritik üben. Gerade herrscht ein starker Anpassungsdruck bei ihnen. Die Hochschulabsolventen sind so brav. Viele Menschen glauben auch nicht, dass sie etwas in der Gesellschaft und an der Politik ändern können. Es soll sich ein Widerstand gegenüber den Verantwortlichen in der Politik und in der Wirtschaft formieren. Es soll aber ein konstruktiver Widerstand sein. Einer, der auf Information und Wissen aufgebaut wird. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Demokratie nicht mehr „gewagt“ werden muss. Hier teile ich die Meinung von Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer nur Freiheit des Andersdenkenden.“

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