Archiv der Kategorie: Nordkurve – Aktuell

Festland formen

Nordkurve - Aktuell
»Kiezredaktion« – Jugend trifft auf Lokalmedien – RB

EllaDas Medienprojekt führte Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie erwachsene, hauptberufliche Redakteur/innen aus Nürnberger Zeitungsredaktionen zusammen. Im Rahmen kreativer Dialogformate kamen beide Gruppen ins Gespräch. Ziel war es, einen niedrigschwelligen Zugang für junge Menschen mit Migrationshintergrund zur lokalen Presse zu schaffen, sodass diese dort ihre Themen platzieren konnten. Außerdem sollten die jungen Teilnehmer/innen aus erster Hand die Funktionsprinzipien von Lokaljournalismus kennen lernen. Die Journalist/innen wiederum wurden für die Interessen der jungen Menschen sensibilisiert. Sie lernten deren Lebenswelten und die damit zusammenhängenden Themen und Ansprüche an ein Lokalmedium kennen. Eine engagierte Kerngruppe von Jugendlichen übernahm die Vorbereitung und Organisation der insgesamt 30 Veranstaltungstermine.

In den Redaktionen von Zeitungen und lokalen Medien sind Menschen mit Migrationshintergrund in der Regel unterrepräsentiert. Hinzu kommt, dass eine Auseinandersetzung mit Lokalmedien (z.B. die regelmäßige Zeitungslektüre) unter den Jüngeren nicht mehr selbstverständlich ist.  Der Kulturförderverein Nordkurve e.V. hatte sich daher mit dem Projekt »Kiezredaktion« zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit jungen Menschen – mehrheitlich mit Migrationshintergrund – in Nürnberg einen Dialog zwischen Lokalredaktionen und der Kiezöffentlichkeit anzuregen. Die Idee: Jugendliche organisieren 30 Events, bei denen Jugendliche und junge Erwachsene über ihre Anliegen und Themen mit Lokalredakteur/innen sprechen und so einen neuen und ungewöhnlichen Zugang zu den Zeitungsredaktionen kennenlernen.

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あ り が とう // Wiedergeburtstag in der Nordkurve

elpomVernissage am 30.11 ab 19 Uhr

Wiedergeboren in einer Welt tausender Spender. Bedroht und zerbrochen. Auferstanden aus Zellen eines Fremden. Flüssiges verfestigt, Gleitendes zerbricht. Zerrissene Enden und Fingerspuren formen Dich. Wieder und wieder, kraftvoll und leise.

Danke, mein Fremder!

elpom erzählt metaphorisch, die Phasen des Wiederaufbaus von Körper und Seele ihres Sohnes, nach einer Stammzellentransplantation. Keramikvasen, allesamt Unikate,  verkörpern das Unperfekte, gezeichnet von Spuren und Narben einer prägenden Familienerfahrung. Eine begleitende Fotoserie und Videosequenzen  zeichnen den Genesungsprozess nach, in einer aseptischen medizinischen Welt. Ausgangslage der künstlerischen Arbeit ist die autobiographische Erfahrung einer Mutter, die ihr Kind am Abgrund sah, um es bald wieder in die Arme zu halten.

 

Die Vasen wurden von japanischer Wabi-Sabi Tradition inspiriert. Der Herstellungsprozess beginnt mit dem japanischen Dankeswort Arigatō, ありがとう.  Beschriftete Tonplatten werden zerrissen und neu zusammengefügt. Im Endprodukt steckt die anfänglich formulierte Botschaft der Dankbarkeit.
elpom erzählt Geschichten und vermittelt Emotionen durch Kunstkeramik und Fotografie. Vor einigen Jahren wurde bei ihrem damals fünfjährigen Sohn Blutkrebs diagnostiziert. Während der schweren und langen Zeit der Therapie hat sie durch die Entwicklung von Kunstprojekten Ausgleich und Kraft gefunden. Dank einer Stammzellspende hat ihr Sohn eine zweite Lebenschance bekommen. elpom will auch nach ihrer eigenen Lebenskrise mit ihrer Kunst anderen Menschen Mut machen und Hoffnung schenken.
Stäbchen Wein, Spender sein. Begleitet wird die Ausstellung von mehreren Aktionsabenden. Die DKMS begleitet die Ausstellung mit mehreren Aktionsabenden, um sich als potentieller Stammzellenspender registrieren zu lassen.                                https://elpom-studio.eu/stabchen-wein-spender-sein-fur-die-dkms-nue/

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Schnapp Schuss in der Nordkurve – 28.09. Vernissage

schnappschuss

Vernissage am 28.9. ab 19 Uhr in der Nordkurve
Rothenburgerstrasse 51 a – Nürnberg/GOHO

Fällt Dir das Aufstehen schwer, nur um Deiner Brötchen willen? Wir aber sind Stehaufmännchen. Wir brauchen keinen Motivationskurs oder Perspektivengespräch.  Schreien um halbsieben nach Arbeits-schuss. Arbeitssüchtig überschreiten wir Grenzen. Wir teilen nur ungern unser Handwerkzeug, wollen nur das Allernötigste. Freizeitstress? Unser Leben ist aufreibend genug!

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Was ist Blau und stinkt nach Festival?

SONY DSCJean-Francois Drozak führt den Kindergarten Dreieinigkeit über das Kunstrasen. Da gibt es so einiges zu entdecken. Weshalb mögen Mama und Pappa ein Festivalgelände so sehr. Ist das so eine Art Spielplatz für Erwachsene?

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Lokales Wissen anstatt Wikipedia – NZ

18010588_1321937337841408_2339004275754466946_nAusgezeichnet: Die Kiezredaktion, ein Projekt des Nürnberger Theaterpädagoge Jean Drozak in Zusammenarbeit mit der NZ, gehört zu den Preisträgern im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Tolerans“ Die Jury lobte die Kiezredaktion  „für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement“. Die NZ sprach mit dem „Vater“ des Projekts.

NZ: Jean, kannst du für unsere Leser, die noch nicht da waren, kurz erklären, was es mit der Kiez-Redaktion auf sich hat?

Jean Drozak: Wir machen Veranstaltungen für Jugendliche, junge Erwachsene und weitere Interessierte, die sich schwer damit tun, an die Presse zu schreiben, oder in einer Redaktion anzurufen. Dabei haben sie vielleicht eine Geschichte zu erzählen, die für die Allgemeinheit von Interesse ist. In der Kiezredaktion  sind NZ- Redakteure, meist aus der Lokalredaktion, anwesend. Sie hören sich im entspannten Gespräch die Geschichten dieser Menschen an und prüfen, ob sie etwas für die Zeitung wären. Was ja manchmal auch schon der Fall war.

NZ: Du bist selbst ein treuer NZ- Leser. Was hat dich dazu bewogen, die Kiezredaktion ins Leben zu rufen?

Drozak: Wir wollen damit eine Barrierefreiheit schaffen. Die Menschen können erzählen und die Zeitung hat die Möglichkeit, Meinung, Ideen oder Eindrücke von Bevölkerungsschichten zu bekommen, zu denen sie sonst vielleicht keinen so direkten Zugang hat.

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Die NZ-Kiezredaktion

„Die Kiezredaktion“ ist ein Projekt des Kulturfördervereins Nordkurve in Kooperation mit der Nürnberger Zeitung, das Jugendlichen die Bedeutung der Kommunalzeitungen für die Demokratie näher bringen will. Das niedrigschwellige Programm der Kiezredaktion will Pressearbeit und die Grundsätze des Journalismus allen Interessierten trotz möglicher Sprachbarrieren oder anderer Hindernisse verständlich machen. Aktionen wie “Die umgedrehte Pressekonferenz – Der Gast fragt, die Redakteure antworten” bieten daher jungen Menschen die Möglichkeit, mit Journalist*innen über ihre eigenen Themen und die aktuelle Kommunalpolitik ins Gespräch zu kommen. Die Journalist*innen nehmen diese Themen wiederum mit in ihre Redaktionen. So erhalten auch die Anliegen derer Medienpräsenz, die gewöhnlich von der Kommunalpresse gar nicht erreicht werden.

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Das Wohnzimmer zur Mitte – NN

Das Wohzimmer zur Mitte

Ein „Wohnzimmer“, was ist das eigentlich? Was macht einen Raum aus, was braucht er, was soll er transportieren können, um als ein „Wohnzimmer“ gelten zu dürfen? Dieser Frage geht das Projekt „Wohnzimmer zur Mitte“ nach, das Simona Leyzerovich gemeinsam mit dem Kulturverein Nordkurve e. V. ins Leben gerufen hat. Und als wäre das Projekt, das im November in einem Atelierraum in Johannis an den Start gegangen ist, nicht bereits vielschichtig genug, so soll es als Pilot für eine richtig große Sache dienen: Wenn das Konzept funktioniert, könnten bald 500 Nürnberger Haushalte ihr Wohnzimmer für eine kulturelle Veranstaltung öffnen und damit beweisen, dass das „Bürgerrecht Kultur zu unserer gelebten Alltagskultur geworden ist.“

Es war ein einschneidendes Erlebnis, das Jean-Francois Drozak vor 20 Jahren den Weg zur heutigen Idee geebnet hat. Zu Besuch in Irland, erzählt der 42-Jährige Sozialarbeiter und Begründer des Kulturvereins und -raums „Nordkurve e. V.“, habe er eine alte Dame kennengelernt. Unlängst verwitwet, habe diese beschlossen, bei Bedarf der Einsamkeit ein Ende zu bereiten, kurzerhand ihr Wohnzimmer um- und einen Tresen hineingeräumt und wann immer ihr danach war per Guinness-Leuchtschild vor der Tür zur Geselligkeit geladen. „Das“, so Drozak, „hat mir das Wohnzimmer so gezeigt, wie es sein soll: ein Begegnungsort für Menschen.“ Ganz ähnlich sieht das auch Simona Leyzerovich: „Im Gegensatz zu früher verbringen Menschen so viel Zeit alleine daheim, vor dem Fernseher oder mit dem Smartphone“, sagt die 25-Jährige und schwärmt von Zeiten des „Chambre d’amis“ und gelebter Salon-Kultur. Für ihre Bachelor-Arbeit im Studienfach „Design“ der Ohm-Hochschule möchte sie „den Lebensort Wohnzimmer erforschen, abstrahieren, dekonstruieren und dessen Grenzen ausloten.“

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Das Boot – Ausstellung ab dem 8. Juni

schiffDas Boot von Lampedusa – Von einer simplen „Schablone“ zu einer „großen Idee“ – Angefangen hat das Ganze im Kunstunterricht. Die sich überschlagenden Ereignisse, die unfassbare Verzweiflung und die oft spürbare Ohnmacht, dem Problem adäquat begegnen zu können – dies alles beschäftigte viele der jungen Künstler*innen Dinge im verbalen Austausch zu verarbeiten, ist aber nicht immer der einzige Weg. „Frottierten Druckstöcke“ zeigen nun eine beeindruckende grafische Wirkung in Großformat, das Ergebnis einer nicht geplanten Technik.

 

Ein Projekt der Schüler*innen der Mittelschule Carl von Ossietzky

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Gemeinsam statt nur in die eigene Tasche wirtschaften – NZ

18010588_1321937337841408_2339004275754466946_nTeilen ist in. Ob Autos, Kleidung oder Bohrmaschinen – für viele Dinge des täglichen Gebrauchs gibt es heutzutage Tausch- und Mietbörsen. Claudia Myslinski hat diese „Solidarische Ökonomie“ in ihrer Bachelorarbeit untersucht. Am Freitag diskutiert die Nürnberger Studentin mit allen Interessierten in der NZ-Kiezredaktion über ihre Ergebnisse.

NZ: Frau Myslinski, was ist „Solidarische Ökonomie“?

Claudia Myslinski: Das ist eine alternative Form des Wirtschaftens. Dabei geht es an erster Stelle um menschliche Bedürfnisse wie Selbstorganisation, freiwillige Kooperation und gegenseitige Unterstützung. Das ist ein Trend, der in Folge der Finanzkrise und der Griechenlandkrise entstanden ist, als die Menschen gemerkt haben, dass es so nicht weiter geht. Sie haben angefangen, Kleidertauschpartys zu organisieren, Carsharing und so weiter, um Ressourcen neu zu verteilen.

NZ: Was ist das Ziel Ihrer Forschung?

Myslinski: Es soll ein Glossar mit 20 bis 30 Begriffen für die Menschen der Stadt Nürnberg entstehen, damit alle eine gemeinsame Sprache finden, um über volkswirtschaftliche Begriffe und speziell über die Solidarische Ökonomie sprechen zu können. Was ist eigentlich Kooperation? Was ist Transparenz? Daran arbeiten wir am Institut für Wirtschaftswissenschaft der Uni Erlangen- Nürnberg,
zusammen mit dem Kulturförderverein Nordkurve und „Bluepingu“, einer Initiative für nachhaltigen Konsum.

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Das Wohnzimmer Zur Mitte – Ein Pilotprojekt

Das Wohzimmer zur Mitte

Ein ehemaliges Wohnzimmer im Stadtteil Johannis wird zum Kulturlabor, das den Lebensort Wohnzimmer erforscht, abstrahiert, dekonstruiert und dessen Grenzen auslotet.

Von hier aus ermutigen wir Nürnberger Bürger ihr Wohnzimmer zu öffnen. Sensibel. In Absprache mit Mietern und Nachbarn wird Privatraum öffentlich, zeitlich begrenzte Begegnungsstätte und Bühnenort. Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen kommen zusammen, in die Mitte, ins Gespräch. Die Distanz zwischen dem Künstler und seinem Publikum wird minimalisiert.  Die sie trennende Rolle des Veranstalters wird durch das Private aufgeweicht bis aufgelöst.

Das „Bürgerrecht Kultur“ gehört zum Selbstverständnis unserer Stadt. Eine kulturpolitische Errungenschaft Nürnbergs ist ihre vielfältige soziokulturelle Landschaft. Unsere Stadt subventioniert Kultureinrichtungen und hat zahlreiche Förderer. Doch was wäre, wenn wir ALLE nach unseren Möglichkeiten Kultur fördern würden? Die theoretische und in der Praxis erprobte „Vorarbeit“ von Hr. Dr. Hermann Glaser darf in unsere Wohnzimmer ankommen. Aus unserer Sicht sollte diese Botschaft  in die  Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas einfließen.  Heute erproben wir mit dem Pilotprojekt „Das Wohnzimmer Zur Mitte“  eine weiterführende Idee für Morgen:

500 Nürnberger Haushalte öffnen ihr Wohnzimmer für eine kulturelle Veranstaltung und beweisen damit, dass das „Bürgerrecht Kultur zu unserer gelebten Alltagskultur geworden ist.

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