Archiv der Kategorie: + Immigration

Das Zusammenleben trotz Unterschiede wird in Deutschland erst dann zur Normalität, wenn Begriffe wie Integration nicht mehr verwendet werden müssen. Darauf sollten alle Bemühungen hinzielen.

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Vermitteln statt Kritteln – SZ

DeborahSZ: Kommt es auch zu witzigen Momenten in Ihrer Arbeit als Sonderpädagogin?

Deborah Müller: Manchmal übe ich mit den Kindern Wörter wie Kaulquappe zu sprechen, das kann schon lustig werden.

Warum haben Sie dieses Fach studiert?

Eigentlich wollte ich nie Lehrerin werden. Aber mit der Zeit wirdmanälter und reifer, und irgendwann bin ich dann auf Sonderpädagogik gestoßen. Das Tolle daran ist: Man muss den Stoff nicht einfach nur durchpauken. Man kann so besser Bezug zu den Kindern aufbauen und versuchen, ihnen kleinschrittig zu helfen.

Sind Ihre Schüler auch an anderen Kulturen interessiert?

Auf jeden Fall: Im Unterricht gehen wir auch immer auf die verschiedenen Kulturen ein. Wir schauen, wer aus welchem Land kommt, und sagen dann „Guten Morgen“ in den verschiedenen Sprachen. Zum Beispiel auf Rumänisch, Arabisch, Italienisch, Kroatisch oder auf Hindi, so lernen wir gegenseitig voneinander. Oder als wir mal die Feste und Feiertage in Deutschland durchgenommen haben, waren die Kinder natürlich auch an dem, was hier passiert, sehr interessiert. Manchmal haben wir auch die Gelegenheit zu fragen: „Wie läuft es denn bei dir Zuhause ab?“

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Fiktive Talkshow mit echten Gästen – AW

Druckerschwärze 1
Aurich. Die Bedeutung von Tageszeitungen und Medien für die demokratische Kultur zu betonen, war eines der Ziele – und so entstand unter anderem eine fiktive Talkshow mit echten Gästen: 15 Schüler des zwölften Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Aurich-West (IGS) nahmen an der Projektwoche „Druckerschwärze“ teil. Das Projekt wird von Bundesamt für Migration und Flüchtlings finanziert.

Die Schüler hatten vier Tage lang in zwei Gruppen recherchiert, geplant, geschrieben und geprobt. Herausgekommen sind dabei neben der szenischen Talkshow drei Zeitungsartikel und eine Radiosendung. Die Sendung kann demnächst bei Radio Ostfriesland gehört werden.

Die Talkshow wurde nun mit einem ersten öffentlichen Auftritt im Forum der IGS vorgestellt.

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Projekt „Druckerschwärze“ auf der Bühne und in der Zeitung SZ

Druckerschwärze 1WANGEN (sz) Eine Woche lang haben sich Schülerinnen und Schüler des Rupert-Neß-Gymnasiums  mit dem Thema „Wohnen, Bauen, Modernisieren“ beschäftigt. Am Donnerstagabend  und am Freitagvormittag war das Ergebnis des Projekts in Kooperation mit der „Schwäbischen Zeitung“ auf der Bühne der Stadthalle zu sehen, außerdem am Freitag auf einer Sonderseite der SZ-Lokalausgabe.  Mit Christoph Bühter, kaufmännischer Vorstand der Baugenossenschaft, Theo Keller, Mitbegründer der Genossenschaft Wohnen +,Sümeyye Bayraktar, ehrenamtlich Helferin von Wohnungssuchenden in Wangen und dem einst in die Stadt gezogenen Bürger Jean Francois Drozak standen vier Interviewpartner den RNGlern zur Seite. Was sie berichteten, wurde von einer Gruppe  in szenischen Aufführung auf der Bühne der Stadthalle dargestellt. Außerdem waren diese Inhalte parallel Thema der Sonderseite vom Freitag.
 

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Schüler üben Medienarbeit – Bayern 2

indexDen sogenannten Migrationshintergrund sollen die jungen Männer und Frauen dabei nicht als Makel, sondern als Chance begreifen. Denn sie sind diejenigen, die aus eigener Erfahrung wissen, was es heißt, in zwei Kulturen zu Hause zu sein.

Improvisation auf der Bühne ist gefragt
Derzeit sind es gerade die Themen Migranten, Integration und Zuwanderung, die die Schlagzeilen, Titelseiten und Sendeflächen sowohl der klassischen als auch der neuen Medien bestimmen. Nur wenige Journalistinnen und Journalisten in den Redaktionsräumen hierzulande haben selbst Migrationshintergrund. Das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte Projekt will genau das ändern. Dabei finden die Jugendlichen in Jean-François Drozak und Ella Schindler wichtige Vorbilder: Drozak bezeichnet sich selbst als brasilianisch-belgischen Bayern, der in Nürnberg zu Hause ist.

Bayern 2 Nahaufnahme: Hörenswert

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Schreiben, gestalten, kreativ arbeiten im Projekt
Ella Schindler ist im Alter von 16 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert. “Ich habe keinem in meiner Familie davon erzählt, dass ich mich für ein Volontariat bei der Zeitung beworben habe”, erzählt sie den Jugendlichen. Sie habe schließlich selbst nicht daran geglaubt, dass sie die Stelle bekommen würde. “Druckerschwärze” will die Jugendlichen darin bestärken, an sich zu glauben, damit sie berufliche Wege einschlagen, die vielleicht nicht den Wünschen des Elternhauses entsprechen – dafür aber ihren eigenen Talenten und Fähigkeiten. In der Projektwoche gestaltet eine Gruppe mit den Teamleitern eine Zeitungsseite und die andere stellt eine “dreidimensionale” Talkshow auf die Beine.

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Schwerpunkt Nachhaltigkeit – Ein Radiomagazin

logokurzNachhaltigkeit: Was müssen wir heute tun, damit das Leben morgen noch lebenswert ist?

Klimawandel, Hungersnöte, verheerende Überschwemmungen,Giftmüll-Skandale:In jüngster Zeit häufen sich derartige Katastrophenmeldungen.Ist die Erde auch in 100 Jahren noch ein grüner Planet? Welche Welt vererben wir unseren Kindern? Können auch unsere Enkel und Urenkel so leben wie wir? Wie können wir unseren Rohstoffverbrauch senken? Diesen und anderen Fragen sind die Reporter und Reporterinnen der Evangelischen Oberschule Lunzenau in Sachsen in einer fünftägigen Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit nachgegangen.

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Druckerschwärze in Lunzenau – Die vorgestellten Talkgäste

logokurzSoziale Landwirtschaft: Miteinander für eine bessere Welt

Marika Krüger lebt auf dem Hof “Artenreich” in Niedergräfenhain nahe Geithain. Die frühere Sozialarbeiterin zog vor vier Jahren von Thüringen nach Sachsen, um hier ihren Traum von sozialer Landwirtschaft zu verwirklichen. Darunter versteht sie, auf ihrem Hof Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen sowie straffällige, lernschwache Jugendliche, Drogensüchtige, Langzeitarbeitslose und Senioren einzubeziehen. Sie plant auch eine Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen.

“Global denken – regional handeln”: Wie die Agenda 21 in der Region Chemnitz umgesetzt wird

Bernhard Hermann ist selbstständiger Wasserbauingeneur. Ehrenamtlich sorgt er für eine bessere Qualität der Gewässer in der Region. So organisierte er den Bau einer Fischtreppe und einer Klein-Wasserkraftanlage bei Lunzenau. Seit 2014 ist er als Stadtrat auch politisch aktiv. Seine Kritik: “Wir leben in einer Hier-und-Jetzt-Demokratie anstelle an übermorgen zu denken. Diejenigen, die wirklich betroffen sind von unseren heutigen Handlungen, müssen aber auch eine Stimme erhalten.”

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Sie besuchen de Maiziere – MM

Wertewapperl

Poinger Jugendliche treffen am Dienstag Bundesinnenminister Thomas de Maizière in München. Mit ihm werden sie über die Frage diskutieren: „Deutschland, wer bist Du?“. Das passt zum aktuellen Projekt „Willkommenskultur“ der Jugendinitiative.

Poing – Einmal im Moment treffen sich Jugendliche, um über „Willkommenskultur“ zu diskutieren. Am Ende des Projekts, das mit einem Theaterstück begann (wir berichteten), steht das „Werte-Wapperl“. Ein Aufkleber, mit dem Poinger Bürger, Geschäfte, Lokale und Einrichtungen zeigen können: „Bei uns ist jeder willkommen“. Geleitet wird die Aktion von Jean-Francois Drozak vom AWO- Landesjugendwerk Bayern, bei ihrer Arbeit ehrenamtlich unterstützt und betreut wird die Poinger Initiative von einem pädagogischen Team: Fahim Tobat, Omid Atai, Judith Gitay und Maria Lindner. Zusammen entwickeln sie ein Logo für das „Werte-Wapperl“.

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Schwerpunkt Fankkultur – Druckerschwärze in Gelsenkirchen

logo issoIst Fankultur mehr als der Ausdruck eines schönen Hobbys? Was kann man von begeisterungsfähigen Fans lernen?  Sie leben Solidarität, abhängig  oder unabhängig vom momentanen Erfolg des Idols, Clubs. Man stelle sich vor, Fans würden ihre Fankompetenz einem Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung stellen. Oder einem Ehepaar in der Krise? Wären ihre Ratschläge erfolgsversprechend, oder bestenfalls schöner Unfug? Was können wir von Fans und ihrer Haltung lernen? Und was raten Fans von sich nicht abzukupfern?

Dieser Text entstand im Rahmen des Projekts „Druckerschwärze“, an dem folgende Jugendliche aus Gelsenkirchen teilnahmen:
Selin Taskin und Merle Sender, Nils Noeske und Tobias Gerlemann, Daniel Pospiech und Yusuf Aydin. Organisator der Projektwoche war Jean-Francois Drozak in Kooperation mit dem Schalker Fanprojekt. Gefördert wurde die Projektwoche vom Bundesamt für Migration. Projektleitung: Michael Russ unter Mitwirkung von Michael Voregger.

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Blau und Weiß – Ein Leben lang – ISSO

gelsen2 gelsenkirchen

Trotz einiger Kritik lieben Schalke-Fans ihren Verein
Von Selin Taskin und Merle Sender

Kim Burmeister und Torsten Wieland sind beide Fans von Schalke 04. Torsten Wieland betreibt den Königsblog im Internet, in dem er aktuelle Themen und Ereignisse von Schalke kommentiert. Die 19-Jährige Schülerin Kim ist ein sehr großer Fan und arbeitet sogar an jedem zweiten Wochenende in der Veltins Arena in einem Kiosk. Beide schauen sich gerne die Heimspiele an, und auch wenn Schalke eine schlechte Zeit haben sollte, würden sie immer hinter dem Verein stehen. Kim hat am Verein und auch generell am heutigen Fußball einiges zu kritisieren. Sie kann sich allerdings nicht vorstellen, kein Schalke-Fan mehr zu sein. Anders als Torsten Wieland. Er hat schon oft überlegt, mit seinem Blog eine Pause einzulegen, aber dann war er doch ein zu großer Fan und hat mit seinem Königsblog weitergemacht.

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Entscheidend ist auch neben dem Platz – ISSO


WeijersHerr Weijers, wie sind Sie zu ihrem Beruf gekommen?

Ich mache schon jahrelang ehrenamtlich soziale Arbeit, denn als Jugendlicher war ich oft im Jugendzentrum, und über diese Schiene habe ich mich dann für diesen Beruf interessiert. Aus der Überzeugung, Menschen helfen zu wollen, habe ich dann soziale Arbeit studiert und bin jetzt Sozialarbeiter.

Sind sie zum Schalker Fanprojekt gegangen, weil sie Fan des FC Schalke 04 sind?

(lacht) Auf jeden Fall war das auch ein Grund, weil ich meinen Verein mit Leidenschaft unterstütze. Aber ich fand natürlich auch das Berufsfeld ziemlich herausragend, denn die Sozialarbeit bei einem Fußballverein ist was ganz Besonderes, da es insgesamt in ganz Deutschland nur ungefähr 200 Stellen für diesen Beruf gibt. Das hat mich einfach motiviert und gereizt, so einen spannenden Job zu machen.

Es ist doch bestimmt nicht schlecht, für den Lieblingsverein zu arbeiten, oder?

Das hat zwei Seiten, denn ich verbinde mein Hobby und meine Freunde mit dem Beruflichen, das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Wenn ich auf der Arbeit bin, also im Stadion, treffe ich meinen besten Freund genauso wie Jugendliche aus dem Jugendzentrum, die Hilfe brauchen, das heißt, ich wechsele ganz oft zwischen zwei Rollen: Der Martin, der Freund und Schalke Fan ist, und der Martin, der Sozialarbeiter ist. Viele sagen mir, dass sie mich beneiden, da ich durch meinen Job durch ganz Europa komme und den FC Schalke 04 begleiten kann. Aber andererseits muss ich natürlich arbeiten, während meine Freunde das Spiel gucken.

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