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Unkonventionelle Bildungprojekte rund um das Thema Immigration.

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Schaufensterpuppen lassen im Internet die Zeit stillstehen – NZ

 

 

Druckerschwärze 1

Nicht bewegen! Darauf kommt es beim neuesten Internet-Trend, der „Mannequin-Challenge“, an. Die Teilnehmer stehen ganz still – wie Schaufensterpuppen, nach denen die Aktion benannt ist – und werden gefilmt. Sängerin Adele, die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund, Staatsgäste im Weißen Haus und viele mehr haben schon mitgemacht – auch Schüler der Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg zusammen mit der Nürnberger Zeitung.

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Ein Projekt namens Druckerschwärze – NZ

Druckerschwärze 1Feldhamster, gekippte Fenster, Schulgärten: Die Energiewende hat viele Facetten. Mit einigen davon befassen sich seit Montag 17 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm Löhe-Schule in Nürnberg. Im Rahmen des Zeitungs- und Theaterprojekt „Druckerschwärze“ des Nürnberger Theaterpädagogen Jean-Francois-Drozak und der NZ treten die jungen Menschen mit vier Energie- Experten in Dialog. Ihr Ziel: Nach vier Tagen Arbeit werden sie ein Theaterstück und eine Zeitungssonderseite zum Thema präsentieren.  Die Premiere der öffentlichen Aufführung findet am kommenden Donnerstag um 19 Uhr in der Aula der Löhe-Schule in der Deutschherrnstraße 10 statt. Der Eintritt ist kostenlos. Die Themenseite erscheint am Freitag in der NZ. Bis dahin entwickelt und übt die Theatergruppe auf der Grundlage der Expertengespräche Szenen für ihr Stück. Die Journalistengruppe interviewt die Experten und macht daraus mit Unterstützung der NZ-Redakteurinnen Ella Schindler und Christina Merkel Artikel. Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Jugendmigrationsdienst der Caritas Nürnberg koordiniert das Projekt.

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brandeins – Fotogalerie Druckerschwärze

Diese Galerie enthält 32 Fotos.

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Künstler ist kein Beruf, sondern eine Berufung

fran-272x300Bilder kann man bei Ikea kaufen, aber das ist keine Kunst, das ist Dekoration. Kunst bedeutet Gefühle, die nur ein Künstler produzieren kann“, sagt Francesco Ferrante. Seit drei Jahren ist er „radikaler Künstler“. Er hat im Call Center gearbeitet, er war Bühnenbildner und ist jetzt frei: „Das Schönste an meinem Beruf ist, dass ich keine Grenzen habe–meine Fantasie ist total frei.“ Ferrante war in Italien auf einem Mathematikgymnasium.

Mit 18 Jahren beschloss er, Künstler werden zu wollen, aber sein Vater war dagegen. „Er wollte, dass ich in der Apotheke meiner Tante arbeite, ein fester Beruf, bei dem ich viel Geld verdiene.“ Vater und Sohn einigten sich auf einen Kompromiss. Als Basis für einen kreativen Beruf machte Ferrante eine Ausbildung zum Bühnenbildner.

„Als Handwerker habe ich vieles im Theater gelernt, was ich später in der Kunst gebrauchen konnte“, sagt der heute 34-Jährige. Beim Theater in Sardinien hat er seine Muse kennengelernt und ist dann zu ihr nach Erlangen gezogen. „Meine große Liebe hat mich inspiriert zu malen, ohne sie wäre ich nicht Künstler geworden.“ Er mietete ein Atelier in Gostenhof, am selben Tag verließ ihn seine Freundin, weil sie um die Welt reisen wollte und er nicht mitkommen konnte.

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Mit Geduld konnte ein Traum Wirklichkeit werden

tanzSie hat sich dazu entschieden, ihr normales Leben hinter sich zu lassen und den Schritt zum Künstlerdasein zu wagen. Heute leitet die 47-jährige Christina Bauereiß ihre eigene Tanz- und Ballettschule. „Du wirst einmal Kunstmalerin.“ Das waren die Worte meiner Mutter, die sieben Instrumente spielt und deren künstlerische Ader ich erbte. Mein Traum war es bereits im Kindesalter, mich in meinem weiteren Leben der Kunst zu widmen. Den Weg der Kunstmalerei verfolgte ich jedoch nicht, da der Bewegungsdrang größer war. Ich tanzte.

Mein Geld verdiente ich unter anderem als Requisiteurin im Staatstheater Nürnberg. Doch die Liebe zur Kunst brachte mich irgendwann auf eine andere Spur. Heute bin ich selbstständig und freiberuflich tätig. Ich leite eine Schule für Tanzkünste. Sie heißt „The walk of fame“, zu Deutsch „Der Weg zum Ruhm“. Ich glaube, dass jeder seinen individuellen Weg zum Erfolg hat. Ich wollte mir zuerst genügend Erfahrung aneignen, bevor ich eine Tanzschule eröffne. Außerdem muss man alles genau planen. Verwaltung und Wirtschaft sind feste Bestandteile, auf denen die Selbstständigkeit aufbaut. Allein die Fähigkeit, gut tanzen zu können, genügt nicht. Des Weiteren ist die heutige Zeit nicht mit der früheren vergleichbar. Als Kind hätte ich es mir keinesfalls erträumen können, eine Tanzkunst zu studieren. Während meiner Schulzeit war es einmalig, etwas Schauspielerisches oder Tänzerisches einzustudieren, so einmalig, dass ich die Schritte heute noch beherrsche.

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Man darf nie zu ruhig vor Auftritten sein

Musik-300x202Paulo Arantes hat das geschafft, wovon viele Musiker träumen. Der 58-Jährige spielt seit 26 Jahren bei der Staatsphilharmonie Nürnberg Oboe. Über seinen Weg dorthin und den Alltag als Musiker spricht er im NZ-Interview.

NZ: Wann haben Sie denn angefangen, Oboe zu spielen?

Paulo Arantes: Oboe zu spielen, habe ich begonnen, als ich 16 war, davor habe ich Flöte gespielt. Der Zufall entschied, dass ich Oboe spiele, damals gab es in Brasilien eine kostenlose Musikschule, aber nur für bestimmte Instrumente, die dort weniger populär waren. So kam ich zur Oboe.

 

NZ: Was hielt Ihre Familie davon, dass Sie Musiker werden wollten?

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Chancen im Leben sehen und ergreifen

MusaKünstler sein oder doch einem bürgerlichen Beruf nachgehen? Musa Karaalioglu (59) hat für sich einen Kompromiss gefunden. Der Leiter des Kulturladens Ziegelstein steht auch immer wieder als Schauspieler vor der Kamera. In meiner Lebenslaufbahn gab es viele Zufälle und Begegnungen, die meinen Weg beeinflusst haben. Ich habe mich schon von klein auf für Kultur, Kunst und Musik interessiert. Daher ist es kein Zufall, dass ich hauptberuflich im kulturellen Bereich, im Kulturladen Ziegelstein in Nürnberg, tätig bin.

Gewisse Sicherheit spielt eine große Rolle. Aber ich habe auch die Möglichkeit, mich im künstlerischen Bereich auszuleben. Im Nebenberuf bin ich Schauspieler. Das war mein Kompromiss. Man trifft selten Künstler mit einer großen, erfolgreichen Karriere und mit festem Einkommen. Es müssen viele verschiedene Faktoren zusammenspielen, damit man als Künstler groß herauskommt. Für mich ist es optimal und ich bin glücklich, aber ich würde auch gerne nur Schauspieler sein wollen und davon leben können. Bisher hat es geklappt, beides zu verbinden, weil mein Arbeitgeber sehr tolerant ist und mich unterstützt. Inzwischen habe ich bereits 23 Rollen gespielt.

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Was ist ein Adjektiv? VZ

schwarzer Peter-Bamberg-065Landshut. Deutschunterricht im Theater gab es im Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ). Als Grundlage diente „Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit von Albert Camus.

Das Projekt „CariMigra“ ist jedoch sehr viel mehr als Theater. Es ist ein Projekt, das seinen Ursprung beim Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Nürnberg hat und sich über zwei Wochen erstreckt. In der ersten Hälfte beschäftigen sich die Schüler mit Migrationshintergrund mit dem kulturellen Leben ihrer Stadt.

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Kunst – eine Entscheidung

kreuz2Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Dieser Spruch von Karl Valentin trifft sicher auf jedem künstlerisch tätigen Menschen zu. Doch wie steht es um diejenigen, die mit ihrer Kunst einen beruflichen Weg einschlugen? Was hat sie getragen, um die vielen damit verbundenen Hürden zu nehmen und Ängste zu überwinden? Gab es ein Ereignis im Leben unserer Talkgäste, das ausschlaggebend für diese berufliche Entscheidung gewesen ist? War es für sie eine leichte oder schwere Entscheidung? Ist der künstlerische Akteur der viele schmerzhafte Konsequenzen auf sich nimmt am Ende doch nur ein Mythos aus der Romantik, der Kulturbetrieb durchlässiger als im Dreigroschenroman?

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Prämierung 2015

Lichtblicke_Logo_2015_WebDruckerschwärze wurde in diesem Jahr in Rahmen des europaweiten Jugendtheaterfestivals Lichtblick als modellhaftes Projekt für den Dialog zwischen Generationen prämiert. Wir sind sehr froh darum, dass in der Laudatio und auf der Urkunde das Wort Migration oder Interkultur nicht einmal vorkam. Denn wenn man über Integration nicht mehr sprechen muss, ist sie gelungen. Gerade im Rahmen einer Preisverleihung. In diesem Fall wurde unsere ethnische Abstammung  von der Mehrheitsgesellschaft nicht instrumentalisiert. Vielen Dank dafür an die Festivaljury.

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