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Arno Lang

17. Mai 2017

arnoMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort.  Arno Lang  ist Sozial- und Kulturpädagoge und arbeitet in der „Luise – the Cultfactory“, eine Einrichtung des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt.

Ich arbeite mit Jugendlichen und sehe immer wieder Defizite in unserem Bildungssystem. Hier hängt vieles von der sozialen Herkunft der Schüler ab. Es kann aber nicht sein, dass nur die zu den Gewinnern zählen, die auf der „richtigen Seite“ geboren werden.


Ich habe fünf Jahre an der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule in der Nürnberger Südstadt gearbeitet und habe dort normal intelligente Kinder erlebt. Nur bekommen solche Kinder nicht die Unterstützung daheim, aus welchen Gründen auch immer. Wir haben hierzulande junge Menschen, die in der dritten Generation in Deutschland leben, aber schlechter Deutsch sprechen als ihre Eltern. Mehrere Studien haben gezeigt, dass der Bildungsstand, welcher nötig ist für einen gelungenen Eintritt in die Arbeitswelt garantiert, stark vom Elternhaus abhängt. Auf all das können unsere Schulen nicht angemessen reagieren. Wir brauchen ein neues Bildungssystem. Und zwar eins, das deutschlandweit gilt und Kinder nicht schon mit zehn Jahren trennt. Sie sollen mit 13 oder 15 Jahren die Möglichkeit haben, sich für einen bestimmten Schultyp zu entscheiden.

In der Schule wäre nicht der getrennte Religionsunterricht, sondern der gemeinsame Ethikunterricht vonnöten, um extremistische Tendenzen zu entschärfen und um einer pluralistischen Gesellschaft, mit verschiedenen kulturellen Einflüssen, gerechter zu werden.

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